Ortsverband Potsdam

Der Sprecher des Ortsverbandes Potsdam, Horst Jäkel, teilte uns unter dem Titel „Ein großer Widerspruch“ seine Gedanken zum diesjährigen Ostermarsch mit: Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts. Fragen wir die Menschen zum Thema Frieden oder Krieg, dann sagen mehr als zwei Drittel: selbstverständlich sind wir für den Frieden.
Am 13. Potsdamer Ostermarsch am 12. April 2014 nahmen lt. Bericht der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ etwa 150 Personen teil. Potsdam hat cirka 150.000 Einwohner. Also haben sich 0,1 Prozent der Potsdamer für zwei Stunden auf die Straße begeben, um ihrem Friedensbekenntnis Ausdruck zu verleihen. Von den rund 1.000 Mitgliedern der Partei DIE LINKE waren es 5 Prozent, die sich an der Ostermarsch-Demonstration beteiligten. Nun ist Potsdam nicht irgendeine Stadt. Von hier aus führte der Despot Friedrich II drei Eroberungskriege (1 Million Tote). Hier (im Neuen Palais) gab der Kriegsverbrecher und Antisemit Kaiser Wilhelm II am 1. August 1914 den Befehl zum Krieg gegen Frankreich (10 Millionen Tote). Am 21. März 1933 wurde der  Kriegsverbrecher und Judenmörder Adolf Hitler in der Potsdamer Garnisonskirche (die nach dem Willen einiger Gestriger wieder aufgebaut werden sollte) von deutschem Kapital und Militär – mit dem Segen der Kirche – auf den Thron gehoben mit der Folge des zweiten Weltkrieges (50 Millionen Tote).
Heute ist Potsdam (Geltow) wieder Sitz des deutschen Generalstabes (Bundeswehreinsatzführungskommando) zur Planung und Organisierung von Kriegseinsätzen. Es wird höchste Zeit, dass nicht nur die Einwohner dieser Stadt begreifen, was das bedeutet.
Bewusst haben wir während des 13. Potsdamer Ostermarsches am Ehrenfriedhof für 1945 gefallene Sowjetsoldaten, einen Zwischenhalt eingelegt und deren Taten für die Befreiung vom Faschismus gewürdigt, uns gegen die gegenwärtige Hetze gegen Russland verwahrt und den Abzug der US-Army aus Europa gefordert (Ami go home!).
Vor dem Landtags-Stadtschloß haben wir an vier Potsdamer Arbeiter erinnert, die am 16. März 1920 vom Militär der Schlosswache ermordet wurden. Unsere Hauptredner – Tobias Pflüger und Uwe Hiksch – haben Klartext gesprochen. Die Medien (u. a. Rundfunk Berlin-Brandenburg, Märkische Allgemeine, Potsdamer Neueste Nachrichten) sind darauf nicht eingegangen. Lediglich das „neue Deutschland“ hat uns rechtzeitig journalistisch unterstützt. Vor der Partei DIE LINKE insgesamt steht also noch viel Arbeit, um die Friedensbewegung zu stärken.
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