Deutsche Sektion des Europäischen Friedensforums epf
Mitglied des Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden OKV
 

Antikriegsveranstaltung mit dem Ernst – Busch – Chor

„Krieg ist kein Gesetz der Natur und der Frieden ist kein Geschenk“

Wer kennt nicht diese Zeile aus dem bekannten Antikriegslied von Ernst Fischer und Hanns Eisler aus dem Jahre 1949, in der die Forderung, die wahren Gründe der Kriege aufzudecken, verbunden ist mit der Forderung, für den Frieden zu streiten. Diese Forderungen wurden zum politischen Credo der im selben Jahr gegründeten DDR.

Auf beeindruckende Weise hat der Ernst–Busch–Chor Lieder dargeboten, die bei den Besuchern dieser politisch-kulturellen Antikriegsveranstaltung Erinnerungen an frühere Auseinandersetzungen gegen Krieg und Militarisierung wachriefen - die aber auch ihre Aktualität in den Kämpfen unserer Zeit nicht verloren haben.

Die Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V. (GBM), die Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung e.V. (GRH), die Initiativgemeinschaft zum Schutz der sozialen Rechte ehemaliger Angehöriger der bewaffneten Organe und der Zollverwaltung der DDR e.V. (ISOR) und der Verband zur Pflege der Traditionen der NVA und der Grenztruppen der DDR e.V. hatten als gemeinsamer Veranstalter dazu eingeladen, zu Beginn des Jahres 2014 mit seinen historisch bedeutenden Jahrestagen, den 100. Jahrestag des Beginns des I. Weltkrieges und den 75. Jahrestag des Beginns des II. Weltkrieges, ein Zeichen zu setzen, dass die Abwendung der Gefahren neuer Kriege und das Ringen um eine friedliche Zukunft eine erstrangige Aufgabe ihres politischen Kampfes ist. Damals wie heute wurden und werden von den Mächtigen imperialistischer Staaten - diktiert von ihren Expansionsansprüchen und Gewinninteressen – Kriege vom Zaune gebrochen bzw. andere Länder mit kriegerischen Handlungen bedroht.

In seiner Rede unterstrich Professor Dr. Kurt Pätzold, die Notwendigkeit im Umgang mit diesen Jahrestagen die Ursachen und Hintergründe der Kriege, die wahren Interessen, die zu diesen mörderischen Ereignissen des XX. Jahrhunderts geführt haben zu benennen und Verfälschungen der Geschichte entgegenzutreten.  So wird das Jahr 2014 ein Jahr sein, in dem in den politischen Debatten diese Ereignisse, ihre Ursachen, ihre Bewertungen, ihre Wirkungen und nicht zuletzt die Schlussfolgerungen, die daraus für das Heute zu ziehen sind, eine nicht geringe Rolle spielen.

Dafür gab es von ihm überzeugende Argumente und Anregungen zum Weiterdenken und zum Weiterdiskutieren, wo immer es um die Sache des Friedens geht. Das Publikum hat das mit dankbarem Beifall aufgenommen.

Die Veranstalter haben das in einer Willenserklärung zum Ausdruck gebracht, in der es heißt: „In unserem politischen Wirken stehen wir in der Tradition des antimilitaristischen und antiimperialistischen Kampfes der deutschen Arbeiterbewegung, wie er von Liebknecht und Luxemburg begründet wurde, und unterstützen in solidarischer Verbundenheit den antifaschistischen Kampf und die Aktionen der Friedensbewegung.“

Es gehört zur Tradition der Arbeiterbewegung: Mit einem revolutionären Lied im Herzen kämpft es sich besser. Antikriegslieder haben in dieser Tradition einen besonderen Platz und der Ernst–Busch–Chor hat mit seinem Programm, das manchen der Anwesenden zum Mitsingen (laut oder leise) angeregt hat, Optimismus und neuen Mut für die politischen Kämpfe unserer Zeit vermittelt. Dafür wurde ihm wiederholt mit anhaltendem Beifall gedankt.

Willenserklärung

„Der Krieg ist kein Gesetz der Natur und der Frieden kein Geschenk“

Bei einer gemeinsamen Antikriegsveranstaltung, verbunden mit einem beeindruckenden Konzert des Ernst – Busch – Chores, bekunden die Unterzeichner dieser Erklärung erneut ihren Willen, auch zukünftig alle ihre Kräfte gegen Militarismus und Krieg einzusetzen. Die  Jahrestage 2014 – der 100. Jahrestag des Beginns des I. Weltkrieges und  der 75. Jahrestag des Beginns des II. Weltkrieges -  sind  für uns und unsere Mitglieder eine Herausforderung, den Beitrag für die Aufklärung der wahren Ursachen und Hintergründe von Kriegen zu erhöhen und jeglicher Art von Verfälschungen der Geschichte entschieden entgegenzutreten.

Eingedenk der Worte von Karl Liebknecht vor 100 Jahren bei der Ablehnung der Kriegskredite am 02.12.1914 vor dem deutschen Reichstag „Es handelt sich um einen imperialistischen  Krieg, einen Krieg um die kapitalistische Beherrschung des Weltmarktes…“ sind  wir uns einig, dass diese Einschätzung bis zur Gegenwart  nichts an Bedeutung verloren hat und auch heute noch volle Gültigkeit besitzt.

Der Kampf um maximale Profite und natürliche Ressourcen, um Märkte und politische Einflusssphären sind die wesentlichen Ursachen auch für die Kriege dieses Jahrhunderts. In diesem Kampf ist den imperialistischen Kriegstreibern jedes Mittel recht - Hunderttausende Tote werden in Kauf genommen und Menschenrechte und völkerrechtliche Normen  außer Kraft gesetzt.

Die Hauptschuld an den Tragödien, die 1914 und 1939 begannen, trägt der deutsche Imperialismus. Mit großer Sorge müssen wir daher feststellen, dass  die deutsche Beteiligung an den aktuellen Kriegsabenteuern, die zunehmende Militarisierung des öffentlichen Lebens in der BRD, Aufrüstung und Rüstungsexporte beweisen, dass die regierenden Eliten unseres Landes – trotz vielfacher Beteuerungen - nur Lehren in ihrem eigenen Interesse aus der Vergangenheit gezogen haben.

Neue Legenden über die Kriegsführung sollen die Notwendigkeit globaler militärischer Interventionen und kriegerischer Auseinandersetzungen begründen. Demagogisch wird der imperialistische Krieg heute unter dem Deckmantel von „Terrorismusbekämpfung“, „Schutzverantwortung“, „Wiederherstellung von Demokratie und Menschenrechten“ „ethnische Auseinandersetzung“, und “ Sicherung des ökonomischen Wachstums“ geführt.

Die Verklärung des Krieges geht einher mit nationalistischem und fremdenfeindlichem Gedankengut und fördert neofaschistische Tendenzen in der Gesellschaft.

So werden die Apologeten des Krieges nicht müde, in der Darstellung und Deutung der großen Kriege des XX. Jahrhunderts die wahren Hintergründe und Interessen zu verschleiern und neue Mythen zu schaffen, die letztendlich im Denken und Fühlen der Menschen die natürliche Sehnsucht nach einem Leben in Frieden verdrängen und den Boden für Militarismus und neue Kriegsabenteuer bereiten sollen.

In unserem politischen Wirken stehen wir in der Tradition des antimilitaristischen und antiimperialistischen Kampfes der deutschen Arbeiterbewegung, wie er von Liebknecht und Luxemburg begründet wurde und unterstützen in solidarischer Verbundenheit den antifaschistischen Kampf und die Aktionen der Friedensbewegung.

In Anbetracht der  Lehren aus der Geschichte steht die Menschheit entsprechend der UNO-Charta  in diesem Jahrhundert  vor der Notwendigkeit, endlich Krieg und Gewalt ein für alle Mal aus den internationalen Beziehungen zu verbannen.

 

Gesellschaft zum Schutz von  Bürgerrecht und                  Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären

Menschenwürde (GBM) e.V.                                                    Unterstützung (GRH) e.V.

 

Initiativgemeinschaft zum Schutz der sozialen Rechte ehemaliger Angehöriger der bewaffneten Organe und der Zollverwaltung der DDR (ISOR) e.V.

Verband zur Pflege der Traditionen der NVA und der Grenztruppen der DDR e.V.

 
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